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Haarmultiplikation – es geht doch voran

Das Thema Haarmultiplikation gleicht einem flachen unruhigen Meer mit vielen Sandbänken und Klippen, zumindestens so kommt es einem vor.

Trichoscience

Trübte sich das Bild noch vor wenigen Wochen durch das Abschalten der Webseite von Trichoscience, so ist anzumerken dass diese nun wieder nach etwa zwei Monaten erreichbar ist. Im medizinischen Bereich scheint sich in der Zwischenzeit nicht viel verändert zu haben. Allerdings wird jetzt der Freiburger Haarforscher Dr. Rolf Hoffmann als “President” ausgewiesen.
Auffällig ist an der Webseite auch, dass praktisch keine Angaben zum Unternehmen gemacht werden. Die zahlreichen beteiligten durchaus qualifizierten und renommierten Manager und Mediziner scheinen zu einem größeren Teil außerhalb des Unternehmens tätig zu sein, Dr. Hoffmann beispielsweise wie bekannt in Freiburg. Eine Prognose wieweit das Unternehmen wirklich beim Thema Haarmultiplikation ist scheint hier im Moment dem Kaffeesatz lesen nahe zu kommen.

Aderans

Wesentlich konkretere Fortschritte scheint es bei der Firma Aderans Research zu geben. In einer Pressemitteilung berichtet Aderans, dass die klinische Studie um weitere 80 Teilnehmer ausgeweitet wird. Insgesamt sollen damit mehr als 200 Teilnehmer der Phase zwei Studie angehören.

Noch interessanter sind die Kommentare, die von einer “Annäherung an eine kommerziell tragfähige Lösung des Problems Haarausfall” sprechen (Vern Liebermann) und von “ermutigenden Ergebnissen der initialenPhase 2 Studien” (Ken Washenik).

Damit scheint das durchaus eine realistische Möglichkeit zu geben, eine Haarmultiplikation kommerziell zu vermarkten. Unter welchen Bedingungen und zu welchem Zeitpunkt ein solches Angebot auch für normale Menschen (und Nichtteilnehmer an einer Studie) möglich sein wird steht allerdings noch in den Sternen. Das fängt bei der Frage an, nach welcher Prozedur eine Zulassung in den Vereinigten Staaten beziehungsweise der Europäischen Union erfolgen wird. Erfahrungsgemäß können dort schnell einige Jahre vergehen, vor allem dann, wenn die Behörden aus Sicherheitsgründen weitere Studien und/oder Unterlagen verlangen.

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